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Webseiten gestalten heisst nicht Desktop Publishing für den PC.
Der Bildschirm ist kein Printmedium, das begrenzt ist von einer bestimmten Seitengrösse, sondern Webseiten sollten sich an die verschiedenen Begebenheiten der
BesucherInnen wie Bildschirmgrösse, Auflösung etc. anpassen.
So entstehen sogenannte liquide Seiten, das heisst das Browserfenster und natürlich der Inhalt passt sich der jeweiligen Breite des Bildschirmes an.
Warum sollte eine Seite auf 800px Breite begrenzt sein, wenn heute über 45% der Computernutzer eine Bildschirmauflösung von 1024 x 768 Pixel haben?
Barrierefreies Webdesign - manchmal auch Zugänglichkeit oder Accessibility genannt - ist die Kunst, Webseiten so zu gestalten, dass jeder sie nutzen kann.
Beim Design von Webseiten wird oft nicht berücksichtigt, dass viele Menschen körperliche Einschränkungen haben. Dann bilden bestimmte Techniken der Programmierung "Barrieren" für deren Zugang zum Internet. Dies können fehlende Texte zur Beschreibung von Grafiken, eine unglückliche Auswahl der Farbkombinationen, unklar strukturierte Webseiten, nicht bedienbare Navigationsmechanismen u.a.m. sein.
Wenn aber Webgestalter auf eine gute Programmierung achten, erleichtern sie Menschen mit Sinnes- und Körperbehinderungen das Surfen im Netz anstatt sie daran zu hindern.
Mit einem barrierefreien Internet-Auftritt können Sie somit nahezu 100 % aller potenziellen BesucherInnen erreichen.
Viele Menschen haben Probleme mit den Augen. Etwa 10% der männlichen Bevölkerung hat eine oft nicht erkannte Rot-Grün-Sehschwäche. Ein Armbruch oder eine Sehnenscheidentzündung stört ein sorgloses Surfen im Web. Für ältere Menschen sind mit dem Alterungsprozess oft Gedächtnisprobleme, Einschränkungen der Feinmotorik, des Seh- und Hörvermögens verbunden. Daher treffen ältere Menschen häufig auch auf die Barrieren, die für sehbehinderte, hörgeschädigte, manuell-motorisch eingeschränkte Personen, Lernbehinderte und Menschen mit mangelnder Konzentrationsfähigkeit vorhanden sind.
Viele Barrieren entstehen durch die gedankenlose Verwendung von teilweise durchaus sinnvollen Technologien. Dies kann z.B. sein:
Das Meiste geschieht "hinter den Kulissen", also nur im Quellcode der Seite. Eine barrierefreie, oder zumindest barrierearme Seite erkennt der Benutzer, wenn er in seinem Browser die Grundeinstellungen verändert oder assistive Programme nutzt.
Oft wird auf barrierefreien Seiten die Möglichkeit der Schriftvergrösserung direkt angeboten oder es gibt den Accesskeypad. Ein weiteres typisches Merkmal ist, dass sich der Inhalt dem Browserfenster anpasst.
Barrierefreies Internet wurde, wie schon erwähnt, zunächst für Menschen mit Behinderung konzipiert. Doch nicht nur diese haben einen Vorteil davon, denn Webseiten, die für Braillezeile und Screenreader zugänglich sind, sind auch über Handy, PDA oder Auto-Bordcomputer zu erreichen. Ausserdem besuchen ja auch die Robots der Suchmaschinen Ihre Seiten, und die können nur Text lesen, sie können nicht Informationen aus Grafiken auslesen oder Animationen auswerten.
Die Antwort ist ein klares Nein. Einige Inhalte müssen aber manchmal in einer zweiten Darstellungs-Technik angeboten werden. So sollte zum Beispiel gesprochener Kommentar auch schriftlich eingeblendet werden können oder Filme sollten untertitelt sein.